Samstag, 8. Mai 2010

Hundswand - Casablanca & Magic Line

Mit Manni hatte ich für heute trotz des eher zweifelhaften Wetterberichts einen motivierten Partner zum anschaun der Tour gefunden.
Halbwegs zügig waren wir am Wandfuß angelangt - nur das finden des Einstiegs sollte noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, wer weiß denn schon dass die Tour auf dem ersten Wandabsatz beginnt.
Also ging es zuerst versehentlich 2 SL der Mondscheingasse hoch :P ehe wir dann hinüberquerten und richtig starteten.


Soweit so gut, die erste SL wartete mit einem schönen Piazriss auf, vor allem die zweite Länge konnte mich total begeistern - wirklich super interessante Kletterei in gutem Fels. Ich merke halt doch schon den 5. Klettertag dieser Woche und bin schon ziemlich blau. Naja das kann noch was werden denke ich mir - aber einmal schaun...


Von einem gemütlichen Standplatz zieht es steil in die erste 8+ Länge hinein. Die Absicherung ist bestens - Manni ist trotzdem nicht so ganz locker.




Nachdem der Rucksack hochgezogen ist bin ich schon gespannt wie es mir gehen wird.


Der untere Teil bietet lässige athletische Kletterei auf guten Griffen und geht mir bestens auf So komme ich recht zügig über die Kante wo sich die Kletterei auf kleine wirklich scharfe Leisten dahinbewegt - dies kommt mir naturgemäß ziemlich entgegen und so stehe ich schlussendlich schon selbst ein wenig überrascht ohne einem einzigen Sitzer am Ende dieser SL.

Nun gehts über eine wirklich schöne plattige Querung hinüber zur Magic Line - Mannis Nerven gehen dabei irgendwie ziemlich durch.





Somit fällt auch der nächste Vorstieg an mich...Da der erste Bolt nicht gerade vom Stand aus zu erreichen ist klettere ich etwas unlocker weg - es löst sich dann aber recht gut auf. Der erste steile Teil der Schlüssellänge ist schon recht anspruchsvoll - löst sich aber mit ein paar Rastpositionen dennoch ganz gut auf und so geht zumindest alles schon mal frei. Oben hinaus kann mich die Kletterei völlig begeistern. Eine steile Platte mit Längslöchern in denen sich die Finger richtig schön verbeißen aber so platziert, dass man doch immer weit ziehen muss - einfach genial.





Die nächste 8+ Länge darf ich auch wieder vorsteigen. Schön langsam merke ich wirklich, dass ich nicht mehr ganz frisch bin. Anstrengend aber ganz gut kletterbar geht es vom Stand weg. Anschließend wirds nochmal richtig plattig und ich komme zu einer Stelle die mich aufgrund akuter Griff und Trittarmut vor ein schwieriges Rätsel stellt. Da die Zeit doch schon recht fortgeschritten ist - darf heute erstmals ein kleiner Griff in die Trickkiste verwendet werden um über die kurze Plattenstelle zu steigen.
Insgesamt schafft mich die Länge schon gehörig - vor allem die Reibungsstellen sind alles andere als trivial - oben rauß gehts noch einmal durch eine geniale Lochwand.

Kaum bin ich am Stand beginnt es auch wirklich kräftig zu regnen. Also schnell Manni nachgesichert, der sich an den flauschigen Griffen über die glitschigen Platten rettet und entlang der Abseilpiste runter.

Infos:
Schöne Tour mit wirklich herausragenden Kletterstellen. Recht anhaltend schwierig( 7,7,8+,7+,9-,8+,8-) - wobei ich persönlich die vorletzte Länge am schwersten empfunden habe, etwas für Plattenkletterer eben.
Zum Einstieg wird von links über ein Band unter das große Dach gequert. Einstieg an einer Sanduhr am Fuße eines markanten Risses.
14 Expressen, kein mobiles Zeugs nötig

Keine Kommentare: