Freitag, 9. April 2010

Calanques

Super Woche wars wieder einmal in Südfrankreich mit lässigen Leut.
Da nicht recht Zeit für einen Bericht finde gibts zumindest ein super Video vom Johannes - thx

Klettern Les Calanques from Johannes Mentasti on Vimeo.

Sonntag, 21. Februar 2010

Seekoppe (2150m)

Nachdem das Eis jetzt doch schon recht unter dem warmen Wetter und Regen der letzten Woche gelitten hatte fiel der Entschluss die Eisgeräte einmal ruhen zu lassen und stattdessen ein paar Sonnenstrahlen auszukosten nicht so schwer.
Gegen 10h beganngen wir mit dem Aufstieg.
Zuerst ging es etwas durch den Wald ehe sich das schöne Tal immer mehr öffnet.






Bei traumhaften Wetter geht es in Richtung Riednersee und weiter in die Seescharte.




Von dort stehen wir in ein paar Spitzkehren am Gipfel wo inzwischen der Wind Gott sei Dank etwas nachgelassen hatte.




Eine kurze Abfahrt gönnen wir uns in Richtung Süden, wobei uns für die direkte Gipfeleinfahrt die Lawinensituation dann doch etwas zu angespannt war.

Ein kurzer Gegenanstieg zur Seescharte folgt, von wo aus es in teils überraschend schön pulvrigem Schnee nach unten geht.


Nach einer gemütlichen Pause in der Sonne fahren wir dann schlussendlich ganz ab, wobei ich noch in den unfreiwilligen Genuss komme Bruchharsch mit einem Schi zu fahren - das Abschwingen gestaltet sich unter diesen Umständen gar nicht so einfach.

Infos:
1100hm,2.5h
Schöne Schitour in einer lässigen Gegend - relativ flacher Anstieg
Einige tolle Frühjahres- Abfahrsvarianten in der Gegend denkbar

Sonntag, 17. Januar 2010

Untertal - rechter Gully

Heute sollte es endlich wieder mal richtig ins Eis gehen( nach meiner kleinen Zwangspause). Für Ingo, Jörgi und Roland überhaupt das erste mal heuer...

Zu Beginn stand eigentlich Wörschach am Plan, gott sei Dank erkannten wir diesmal schon von herunten dass sich die Stufe wohl so nicht klettern lässt und entschieden uns nach ein wenig hin und her einmal dem Untertal bei Schladming einen Besuch abzustatten.

Obwohl die drei Fälle um den Sonnenfall von der Straße auß eher mager und anspruchsvoll aussehen beschließen wir kurz raufzugehen.
Der Sonnenfall ist unten komplett trocken.
Der linke Gully sieht super röhrig auf und die überhängenden Balkone laden auch nicht wirklich ein.
Der rechte Gully sieht ebenfalls ziemlich mager und dünn aus. Während Jörgi und Roland weiter schauen möchte ich zumindest das Zustiegsgelände bis zur ersten Stufe gehen und mir das ganze aus der Nähe ansehen.
Ingo bleibt zum Nachsteigen und so gehen wir die ersten paar Meter seilfrei hinauf. Links ist gut der sonst sicher schöne Sonnenfall zu sehen.




Gut so stehen wir bald unter dem ersten Aufschwung - Zeit zum Anseilen. Wie man sieht ist es tatsächlich nicht viel Eis hier, zumindest antesten möcht ich es aber schon bevor wir wieder umkehren denk ich mir und starte einmal hin.


Überraschung in der Mitte ist das Eis richtig gut und lässt sich recht fein klettern. Ein bisschen nass ist es halt und so heißt es wohl oder übel die Dusche die sich durch den Ärmel auf den ganzen Körper verteilt zu genießen.
Danach geht es ganz fein dahin einiges an Schneeeinschlüssen aber zumindest genug Eis.


Also erst einmal unter dem nächsten Aufschwung, der wiederum nicht allzu einladend aussieht, so gut geschützt wie in einem Gully möglich Stand bezogen.


Die ersten Meter lassen sich ganz gut durchhooken. Oben geht es dann vor den letzten steilen Metern kräftig nach links in eine Nische. Dort einmal eine bombige Schraube gedreht.
Nachdem ich doch recht lange hin und herüberlegt habe ob ich nun wirklich hinausstarten soll spreize ich auf den Aufschwung hinüber mach ein paar zaghafte Züge und beginne einmal den versperrenden Vorhang abzuputzen der genau in Richtung Ingo den Abweg antritt - dieser packt aber seine Matrixtricks aus und weicht recht geschickt aus.
Nachdem fertig nach rechts traversiert wurde gehts nun richtig steil und für meinen Geschmack doch recht anspruchsvoll hoch.


Blau wie ein Maikäfer rauf ich mich die letzten Meter hinauf und bin froh als sich das Gelände endlich zurücklegt.
Mit den letzten Schrauben bau ich unter der finalen Stufe nochmal Stand.



Unten geht es über gutes Bluhmenkohleis hinauf - endlich kann man einmal wieder ein wenig was wegstehen und so genieße ich das Klettern wieder richtig.



Oben wird es dann wieder ein bisschen nässer und diffiziler zum Klettern.


So bewege ich mich langsam nach oben ehe ich in der Nische links vor den letzten 5m Stand mache. Diese 5m sind momentan definitiv unkletterbar - dünn hohl und bei einem Schlag bestimmt weg.
Also belassen wir es für heute in der Höhle von wo aus wir abseilen und so nach einigen Seilverhängern mit dem letzten Tageslicht zu den Rucksäcken kommen.



Info:
rechter Gully neben dem Sonnenfall
120m
eine harter WI5 wirds sicher gewesen sein bei den aktuellen Verhältnissen
WI4+ laut Führer

Zuerst geht es in leichtem Zustiegsgelände zum eigentlichen Beginn der Route.
Nach zwei Steilstufen folgt ein kurzes Flachstücke ehe es noch einen letzten Aufschwung gibt.
Die gesamte Route biete lässiges Gullyfeeling in einem wirklich ansprechendem Ambiente.
Im Moment ist das Eis recht jung und nass.
Unten ziemlich dünn gegen oben hin etwas dicker aber recht kohlig.
Die letzten 5 Meter sind im Moment nicht kletterbar.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Rote Wand - starkes Ende

Nachdem das Wetter heute dann doch nicht ganz so gut war und so richtig aufgetrocknet hatte es auch noch nicht, beschlossen Roland und ich einmal wieder auf der Roten Wand vorbei zu schauen.
Unsere Wahl viel heute auf das "starke Ende".


Unten auf der glatten Einstiegsplatte war ich recht froh, dass es dann doch trocken war.


Die Ausstiegsrisse bieten noch einmal wunderschöne Kletterei.






Die zum Glück recht griffig ist



Info:
250m
7-
Die Tour bietet schöne - oben hinaus wirklich grandiose Kletterei teils sogar ziemlich steil.
Unten auf den Platten recht dicht gesichert - oben hinaus sind dann doch ein paar kleiner Runouts dabei.
Ein Camelot 0,75 oder 0,5 kann in der Verschneidung einmal ein wenig beruhigen

Mittwoch, 23. September 2009

Große Bischofsmütze - direkte Nordwand

Nachdem uns am 22.Sep mit der Däumlingkante bereits einige schöne Klettermeter beschert waren wollten Christian und ich am 23. die Bischofsmütze Nordwand gehen.

Da die Tour inklusive Abseilpiste heuer sanft saniert wurde sparten wir uns die Umrundung als Zustieg von der Hofpürglhütte aus sondern stiegen zuersteinmal auf dem Normalweg auf den Gipfel.
Hierbei präsentierte sich der Gipfel bereits im schönen Morgenlicht.


Nach einer äußerst luftigen Abseilfahrt(55mSeile nötig) in die unbekannte Wand fanden wir uns bald am Wandfuß unter der imposanten Norwand.


Gleich zu Beginn ging es in einer neuen Variante gar nicht so einfach los.


Der Fels war von der kalten Nacht noch recht frisch und so ließen die kalten Finger zu Beginn schon beinahe Winterfeeling aufkommen.


Nachdem uns ein paar gehörige Steinbrocken von oben um die Ohren geflogen sind geht es gehörig steil in nicht immer ganz festen Fels nach oben.


Die Kletterei wird immer wieder mit anspruchsvollen Wandstellen gepickt


und saugt wieder einmal richtig gut...


Nachdem wir uns aufgrund eines falschen Hinweises(" von dem Stand links weg in die Verschneidung halten" - gemeint war rechts) in einen kleinen Verhauer begeben haben, der zumindest äußerst fotogen war...


...waren wir schon bald wieder am richtigen Weg wo es in wirklich grandioser Kletterei unter die Schlüssellänge ging.




Die Crux - kann mit einer fixen Trittschlinge etwas technisch gemacht werden - so mancher Haken machte aber auch nicht mehr den besten Anschein.


Im Nachstieg konnte ich diese steile aber schöne länge zumindest entspannt freikletternd versuchen, was mit ein wenig sitzen dann auch halbwegs gut ging.

Ein ausgesetzter Quergang führt nun unter die markante Verschneidung in welcher man sich für einen 5-er kräftig anhalten konnte.






Danach ging es noch durch klassische Spreizkamine dem Gipfel entegen.

Info:
in etwa 350m
7-/7, 1Stelle 6+/A1 oder so 7+/8-
Beieindruckend ausgesetzte Kletterei durch eine anhaltend steile Wandflucht
Seit der Sanierung sind alle Stände gebohrt, nur auf einen wurde aufgrund des schwindenden Akkus verzichtet. Gelegentlich sind unterwegs Bohrhaken zu finden, wobei das ganze betont alpin gehalten wurde.
Der Zustieg erfolgt nun am besten über den Gipfel und mit 55m- Seilen abseilend teils über die Route, teils eigenständig.(2. Abseillänge ~35 m - auf Band nach links)

Mittwoch, 12. August 2009

Gamspfeiler - Kaibling

Da heute am Nachmittag bereits Gewitter angesagt waren sollte es eine kurze Tour am Kaibling werden.
Da wir uns irgendwie einig waren in der Sonne klettern zu wollen und der Sinn nach etwas genüsslicherem Stand fiel die Wahl auf den "von Gams zerfressenen" Gamspfeiler.
Ich durfte gleich die erste SL führen in welcher ich mich einer kleinen Verhauersanduhr hingab, waren wir heute doch wieder einmal ohne Topo unterwegs.
Von nun an gings aber recht logisch dahin.

In der dritten SL startet Bertl in die wunderschöne Wandstelle.


Er hängte die obere Verschneidung auch gleich dran in welcher Reinhold gerade nachsteigt.


Nach einer kleinen Wandstufe quert man einfach zum Wandbuch hinüber wo ich an einer Riesensanduhr stand beziehe.
Reinhold zieht von hier im Superfels weiter hoch.


Wir beschlossen heute den direkten Ausstieg zu gehen. Bereits zu Beginn ebendiesen geht es über einen wirklich wunderschönen Plattenpfeiler nach oben.




Ehe es in der total griffigen, gut luftigen aber nicht ganz festen Verschneidung bereits unter die Schlüssellänge geht.


Unten geht es hier bei bester Absicherung in allerfeinsten Piazstil in den Riss hinein.


Und hoch mit dem Fuß


Von hier geht is einem äußerst schönen, fürs Xeis völlig untypischen Handriss technisch recht interessant nach oben zum Ausstieg.



Infos:
250m, 6+(1 Seillänge) - Rest 5+
Schöne Kletterei in großteils steilem griffigen Fels
Schlüssellänge im direkten Ausstieg kann über Steilwiesen umgangen werden.
Absicherung recht gut, so dass die Mitnahme von 8-9 Express genügt

Mittwoch, 27. Mai 2009

Luna Nascente - Val di Mello

Nachdem wir uns am Vortag bereits in der "Kundalini" wieder an den super Felsen und das eigenständige Absichern gewöhnt haben steht heute die "Luna Nascente" am Plan.
Von unten präsentiert sich die zweistöckige Wand bereits im schönen Licht.


Ganz alleine steigen wir in den Klassiker ein, und das bei bestem Wetter, die besten Voraussetzungen für einen tollen Klettertag sind also bereits geschaffen.
Der Einstiegsboulder im 7. Grad bockt ziemlich her, löst sich dann aber doch halbwegs gut auf - die Stelle könnte zur Not aber auch A0 gezogen werden.

In der nächsten SL. geht es unter einem kleinern Dach nach rechts, Gott sei Dank finden sich immer wieder brauchbare Untergriffe im Riss.


Nach dem Überstieg ums Eck zieht ein herrlich homogener Piazriss nach oben.
Rückblick in die zweite SL.:


Während es der schönen Linie folgend weiter nach oben geht kann der Sicherer den Blick durch das traumhaft schöne Tal schweifen lassen.



Eine SL nach der anderen piazt man bei durchwegs guter Absicherbarkeit nach oben.


Roland als alter Yosemitee-fuchs mit materialistisch getapten Händen ;)...


Nachdem an einer Schuppe zur Abwechslung mal abgeklettert werden muss folgt man einem weitern Risssystem nach oben. Da dieser nun doch etwas zu breit zum absichern ist darf man einen gehörigen Runout zum Stand hinlegen, aber alles in einem halbwegs gemäßigten Schwierigkeitsgrad, von daher nicht allzu stressig.


Nun folgt man diesem sich zunehmend verjüngenden Riss nach oben bis auf den Plattenteil.


Eine leichte aber kaum absicherbare Plattenquerung führt nach links.


Danach geht noch eine SL plattig im oberen 5. Grad zum Ausstieg. Da diese naturgemäß auch eher dürftig abzusichern ist bin ich doch froh gestern Abend noch etwas Plattenklettern geübt zu haben. So kann auch der Ausstieg relativ entspannt hinausgeschlichen werden.

Der Abstieg gestaltet sich unproblematischer als erwartet, der Steig ist eigentlich durchwegs recht gut ausgetreten und mit etwas offenen Augen kaum zu verfehlen.
Der Bach weiter unten führt aufgrund der Schneeschmelze noch etwas mehr Wasser und wird so mit einem etwas überwindungswürdigen Sprung überwunden...



Infos:
350m
1 Stelle 7(auch A0 möglich), 1 Stelle 7-, Rest bis 6
Großteils selbst abzusichern allerdings auch bis auf die beiden erwähnten Runouts völlig unproblematisch. Die Risse fressen die Keile und Friends förmlich. In den beiden Schlüsselstellen steckt aber auch etwas Material.
Stände sind vorhanden aber allesamt nachzubessern.
Wirklich äußerst ansprechende Kletterei die einer durchgehend schönen natürlichen Linie durch die Wand folgt.